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Sonderveröffentlichung

Ich liebe meine Altmark
Stadtnahes Leben auf dem Land

26.07.2019
Die Geschichte der Deetzer Warthe reicht ins Jahr 900 zurück. Der erhaltene Turm aus dem 15. Jahrhundert ist ein altmarkweit einzigartiges historisches Zeugnis.
Die Geschichte der Deetzer Warthe reicht ins Jahr 900 zurück. Der erhaltene Turm aus dem 15. Jahrhundert ist ein altmarkweit einzigartiges historisches Zeugnis.

Bismark bietet mit der Bahn Anschluss an die Metropolen

Die Einheitsgemeinde Bismark bietet in ihren 39 Ortsteilen knapp 8400 Menschen ein Zuhause. Durch die zentrale Lage erreichen die Bismarker gut alle altmärkischen Städte. Dank der Bahn-Haltepunkte in Hohenwulsch, Kläden, Steinfeld und Vinzelberg ist es sogar möglich, über Stendal innerhalb von 60 Minuten mit dem Zug nach Berlin oder Hannover zu fahren.

Allerdings ist es gar nicht so oft notwendig, Zerstreuung in den Großstädten zu suchen. Denn Bismark hat selbst viel zu bieten. Zur Freizeitgestaltung laden die Bibliothek, zwei Freibäder, 29 Sportstätten, etwa 140 Vereine sowie 32 Ortsfeuerwehren mit drei Kinder- und fünf Jugendfeuerwehren ein. Darüberhinaus gibt es die mobile Kinder- und Jugendhilfe in den Ortschaften der Einheitsgemeinde.

Eine Vielzahl von Veranstaltungen bieten kulturelle und sportliche Abwechslung in den Ortsteilen. Zu den Höhepunkten, die über die Grenzen der Einheitsgemeinde hinaus bekannt sind, zählen der Steinfelder Bauernmarkt (siehe Infokasten), der in diesem Jahr am 28. September steigt und der Klädener Adventsmarkt.

Neben der Kultur vor Ort schaffen etwa 300 klein- und mittelständische Unternehmen sowie landwirtschaftliche Betriebe Arbeitsplätze in Bismark und seinen Ortsteilen. Zu den Unternehmensbranchen der Einheitsgemeinde zählen Produktion, Industrie, Handel, Handwerk, Dienstleistung, Gastronomie, Vertrieb, Finanzen und Logistik. Überregionale Bekanntheit hat die Stadt im Bereich der Rinderzucht.
Das Waldschwimmbad Dobberkau/Möllenbeck sorgt an heißen Sommertagen für Abkühlung. Fotos: EGH Stadt Bismark
Das Waldschwimmbad Dobberkau/Möllenbeck sorgt an heißen Sommertagen für Abkühlung. Fotos: EGH Stadt Bismark
Während die Erwachsenen arbeiten, besuchen die Kinder eine der zehn Kitas, zwei Horte, zwei Grundschulen, eine Sekundarschule oder ein Jugendfreizeitzentrum. In den Sommerferien zieht es die jungen Einwohner in eines der beiden Freibäder am Kolk in Bismark oder ins Waldschwimmbad Dobberkau/Möllenbeck.

Besucher der Einheitsgemeinde erwarten einige weitere Sehenswürdigkeiten. Hinter dem Klädener Schloss befindet sich auf einer Fläche von 1000 Quadratmetern eine blühende Gartenoase im herrschaftlichen Stil. Der Garten ist Teil des einstigen Gutsparkes Kläden und spiegelt die Charakterisik des alten Gutshauses, das 1995 renoviert wurde, wieder. Der Garten ist in verschiedene Bereiche gegliedert, die durch unterschiedliche Bepflanzungen und Ausstattungen die vier Lebensphasen des Menschen symbolisieren. Ein Gedächtnispfad lädt zum Training von Geist und Gesundheit ein. Der Garten ist bei freiem Eintritt ganzjährig geöffnet und rollstuhlgeeignet.

Geschichtsinteressierte sollten einen Abstecher zur Deetzer Warthe unternehmen. Die Geschichte dieser Wehranlage reicht bis ins Jahr 900 zurück. Zwischen den Dörfern Klinke und Badingen im Norden und bis zum Dorf Käthen im Süden wurde damals eine drei Kilometer lange Schanze aus drei bis fünf Meter hohen Wällen mit dazwischenliegenden Gräben errichtet. 1409 errichtete die Stadt Stendal einen zwölf Meter hohen Backsteinturm, der noch heute steht. Der Beobachtungsposten, der an der Heerstraße zwischen Gardelegen und Stendal liegt, diente dem Schutz Stendals und der umliegenden Ortschaften. 1755 wurden zwei angrenzende Häuser an den Turm angebaut, von denen das größere eine Krugwirtschaft mit Poststation wurde. Der Poststein existiert heute noch.

Um 1900 wurde über einen regen Gaststättenbetrieb mit regelmäßigem Zeltvergnügen berichtet. Später wurde ein großer Saal mit einem Fliedergarten gebaut und zählte seitdem als Naherholungszentrum für Stendal, Gardelegen sowie die umliegenden Ortschaften. 1960 wurde der Saal renoviert und erlebte eine kurze Renaissance, verfällt aber seitdem kontinuierlich. Übrig geblieben sind die Ruine des Saals und der Turm, der das am besten erhaltene Baudenkmal dieser Art in der Altmark ist. Marco Heide
  

Veranstaltungstipps

10. August, 17 Uhr
Kirche Meßdorf, Harmonic Brass, Eröffnungskonzert Meßdorfer Musikfesttage

17. August, 17 Uhr
Kirche Meßdorf, Solokonzert, Alexandre Zindel

24. August, 17 Uhr
Kirche Meßdorf, Abschiedskonzert, David Orlowsky Trio

31. August, 17 Uhr
Kirche Meßdorf, Das besondere Konzert, Agnès Clément

7. September, 17 Uhr
Kirche Meßdorf, Europakonzert, Vienna Clarinet Connection

14. September, 17 Uhr
Kirche Meßdorf, Weltmeisterkonzert, Duo Fortezza

21. September, 13 Uhr
Alter Schafstall Kläden, Rommee- und Skatturnier

21. September, 17 Uhr
Kirche Meßdorf, Barockkonzert, Musical Delight

28. September, 10 bis 17 Uhr
25. Steinfelder Bauernmarkt

28. September, 17 Uhr
Kirche Meßdorf, Bläserkonzert, Percussion

3. Oktober, 17 Uhr
Kirche Meßdorf, Abschlusskonzert, Christian Elin und Friederike Heumann

5. Oktober, 17 Uhr
Kirche Meßdorf, Exklusivkonzert, Karussell
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