Sonderveröffentlichung

Wohnen
Anzeige
Der Traum vom eigenen Haus

Clever Bauen & schöner Wohnen

Ein Bauprojekt will immer gut durchdacht und durchgerechnet werden. FOTO: STOCK.ADOBE.COM

29.03.2021

BAUVORHABEN: Wichtigste Fragen und Antworten für Bauherren in spe

Der Traum von den eigenen vier Wänden lebt - auch und gerade während der Corona-Pandemie. Denn während der Beschränkungen wuchs vor allem bei vielen Familien der Wunsch nach großzügigeren Räumlichkeiten. Was sollten Bauherren in spe beachten? Hier die wichtigsten Fragen und Antworten:

Wie geht es mit den Bauzinsen weiter?

„Wer sich für eine eigene Immobilie interessiert, findet unverändert gute Bedingungen für eine Baufinanzierung vor“, erklärt Florian Haas, Finanzexperte und Vorstand der Schutzgemeinschaft für Baufinanzierende e.V. Wie es mittel- und langfristig weitergeht, hängt von verschiedenen Faktoren ab: dem Fortgang der Pandemie, der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) und der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung. „Bis auf Weiteres wird die EZB mit Käufen von Staatsanleihen das Zinsniveau niedrig halten und damit die Konjunktur stützen“, erwartet Haas. Damit blieben auch die Bauzinsen auf einem niedrigen Niveau.

Wie sollte die Baufinanzierung aussehen?

Florian Haas rät Baufinanzierern, das niedrige Zinsniveau zu nutzen und eine Zinsbindung von 15 Jahren oder sogar länger zu wählen. Die niedrige Zinszahlung sollte man für eine entsprechend höhere Tilgung verwenden, um die Restschuld bei Auslauf der Bindung so gering wie möglich zu halten.

Zudem sollte man Möglichkeiten zur Sondertilgung vereinbaren und wenn möglich, auch nutzen. „Ganz unabhängig von den Darlehensmodalitäten gilt: Wer unsicher ist, ob er die Finanzierung mittel- und langfristig stemmen kann, sollte sich gründlich beraten lassen, keine zu hohen Risiken eingehen und den Rahmen nicht zu eng spannen“, rät Haas. Es sollte immer ein Puffer für die Unwägbarkeiten des Lebens eingebaut sein.

Wie entwickeln sich die Grundstückspreise?

Zu Beginn der Pandemie sind die Grundstückspreise in vielen Regionen sogar noch gestiegen. „Wie es weitergeht, kann niemand verlässlich vorhersagen“, meint Florian Haas. Die Nachfrage nach Grundstücken in begehrten Lagen sei weiterhin hoch und das Angebot knapp, das treibe die Preise gerade im Speckgürtel der großen Städte nach oben. Ob es dabei bleibe, hänge von verschiedenen Faktoren ab. Ohnehin sollten Bauherren nicht nur auf den Preis schauen, sondern auf Kriterien wie Infrastruktur und Verkehr. „Zudem sollte man prüfen, ob sich auf dem avisierten Grundstück der Bauwunsch auch umsetzen lässt“, rät Haas.

Wo kann man sich umfassend informieren?

Für zukünftige Bauherren und Immobilienbesitzer empfiehlt es sich, sämtliche Schritte des Projektes systematisch zu durchdenken. Die Seite www.finanzierungsschutz.de etwa hat den Bauprozess in fünf Phasen eingeteilt und mit entsprechenden Checklisten hinterlegt. Quelle: Schutzgemeinschaft für Baufinanzierende e.V.


Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Zum Glück gibt es Haus und Garten. Die Vorfreude auf die Gartensaison war wohl in keinem Jahr größer als in diesem. Denn durch pandemiebedingte Einschränkungen ist das eigene Heim nicht nur Hort der Erholung und Privatsphäre, sondern Freizeitpark, Fitnessstudio und Urlaubsziel in einem. Das gibt dem Auftakt der diesjährigen Haus- und Gartensaison eine ganz besondere Wichtigkeit. Denn selten waren die Ansprüche an das eigene Heim so mannigfaltig, die Ideen so vielfältig und die Bedürfnisse so groß, Haus und Garten zu gestalten und nach teils ganz anderen Gesichtspunkten einzurichten. Aus diesen guten Gründen hat die Themenredaktion der Volksstimme deshalb diese Frühjahrsbeilage für Sie zusammengestellt, vollgepackt mit wertvollen Tipps zum individuellen Gestalten des Heimes und zahlreichen Inspirationen, um Ihr Zuhause noch wohnlicher zu machen.

Unterstützt wurde diese Beilage wie immer von kompetenten Fachleuten aus unserer Region, die mit jahrelanger Erfahrung und der neuesten Technik Ihnen bei der Umsetzung Ihrer Ideen helfen.

Viel Spaß beim Lesen, Ihre Redaktion


Bauabnahme Hausbau

VERJÄHRUNGSFRIST: Auch später noch auf Mängelbeseitigung pochen

Mit der offiziellen Bauabnahme bestätigen Bauherren, dass ihr neues Haus fertiggestellt und im Wesentlichen mängelfrei ist. Doch auch danach haben Sie noch die Möglichkeit, vom bauausführenden Unternehmen Nachbesserungen bei erst später erkannten Mängeln zu fordern. Denn mit der Abnahme beginnt die gesetzlich vorgeschriebene, fünf Jahre dauernde Gewährleistungszeit. „Diese Frist sollte man nicht ungenutzt verstreichen lassen“, rät Erik Stange, Sprecher des Verbraucherschutzvereins Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB). Ähnlich wie bei der Abnahme müssen eventuelle Mängel innerhalb der Fünfjahresfrist festgestellt und gerügt werden, auch ein Zurückbehaltungsrecht gilt für den Bauherrn. Stange empfiehlt, spätestens ein halbes Jahr vor dem Ablauf der Verjährungsfrist eine gründliche Bestandsaufnahme einzuplanen.

Ein unabhängiger Sachverständiger, zum Beispiel ein Bauherrenberater des BSB, prüft das Haus von Kopf bis Fuß und nimmt typische Schwachstellen unter die Lupe. Dazu gehören etwa Abdichtungen, Risse und die Fassaden.

Unter www.bsb-ev.de gibt es mehr Infos dazu.