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Die richtige Pflege von Parkett

Clever Bauen & schöner Wohnen

Natürlich schöner Parkettboden. FOTO: VDP/HAIN NATURBÖDEN

27.03.2021

Trendboden: Bei Reinigung und Reparatur richtig vorgehen

Natürlichkeit, Wärme, Nachhaltigkeit – viele Eigenschaften sprechen für den Trendboden Parkett in den vier Wänden. Kein Wunder, dass es extrem beliebt ist. Wie leicht man dafür sorgt, dass der ästhetische Holzboden auch nach Jahrzehnten noch Gemütlichkeit und Freude verbreitet, erklärt Michael Schmid, Vorsitzender des Verbandes der Deutschen Parkettindustrie (vdp).

„Auch wenn so ein Parkettboden extrem robust ist, sollte man bei der Reinigung richtig vorgehen. Groben Schmutz entfernt man am besten durch Fegen mit einem weichen Besen oder feinen Bürstenaufsatz des Staubsaugers.“ Bei kleinen Verunreinigungen immer nebelfeucht wischen und ein zu der Oberfläche passendes Reinigungs- und Pflegemittel verwenden. Dabei ist es am besten, auf universelle Reiniger aus der Drogerie ganz zu verzichten. „Sonst werden zum Beispiel geölte Oberflächen durch falsche Reinigungsmittel geschädigt, statt gepflegt“, betont Schmid.
      


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Öl oder Lack?

Die Oberflächen wertvoller Holzböden sind im Regelfall werksseitig mit Öl behandelt oder mit Lack versiegelt. Oft entscheidet hier der individuelle Geschmack: Bei einer geölten Oberfläche zeichnet sich das Parkett durch eine elegante Betonung der Holzstruktur aus. Die Poren des Holzes bleiben offen, der Boden atmet. Diese Variante ist zwar etwas aufwendiger in der Pflege, jedoch können verschieden stark beanspruchte Abschnitte wie der Flur oder um den Schreibtisch herum im Büro separat erneuert werden. Geölte Flächen sollten regelmäßig gepflegt und nach Bedarf mit einem speziellen Pflegeöl nachbehandelt werden. Leichte Kratzer können zudem ganz einfach kaschiert werden. Hierfür etwas passendes Öl oder Wachs auf ein weiches Tuch träufeln und den Kratzer damit einreiben, bis er nicht mehr zu sehen ist.

Vorab kann die Stelle auch mit Schleifpapier etwas bearbeitet werden. Die lackierte Parkettoberfläche ist eine alternative Lösung, die weniger Pflege in Anspruch nimmt, da sie die Oberfläche des Holzes versiegelt. „Im Handel werden Parkettböden mit verschiedensten Lackoberflächen angeboten“, weiß Parkettexperte Schmid, „allen gleich ist jedoch die einfache Pflege. Pflegemittel mit wisch- und polierbaren Selbstglanzemulsionen bieten sich hier besonders an.“ Und er hat noch einen kleinen Tipp: „Ist mal etwas auf den Boden gefallen und hat eine kleine Kerbe hinterlassen, kann der Hausbesitzer auf spezielle Hartwachse zurückgreifen, die es in allen denkbaren Holztönen gibt.“

Ausbesserungen

„Keine Sorge, es ist viel einfacher als man denkt, kleine Beschädigungen der lackierten Parkettoberfläche selbst auszubessern“, weiß der Parkettfachmann. Hierfür gibt es im Fachhandel entsprechende Reparatursets. Darin enthalten ist alles, was man zur Ausbesserung kleiner Fehlstellen benötigt. In die gereinigte Schadstelle wird ein farblich angepasstes Wachs eingearbeitet und nach Trocknung egalisiert. Anschließend mit einem Klarlackstift die bearbeitete Stelle neu versiegeln. Zum Schluss gilt es nur noch, den Glanzgrad mit einem Schleif- und Poliertuch entsprechend anzupassen. Fertig. „Und auch wenn Ausbesserungen und Korrekturen einfach zu realisieren sind, darf man nicht vergessen“, so Schmid abschließend, „dass Parkett aus 100 Prozent Echtholz besteht. Kleine Kratzer und Dellen sind kein Makel, sie gehören zu dem natürlichen und lebendigen Produkt einfach dazu. Je älter ein Boden wird, desto schöner ist auch seine Patina.“ (vdp/fs)