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Sonderveröffentlichung

Ein Tag in Magdeburg
Ein Tag in der Notaufnahme des Ameos-Klinikums Haldensleben

26.08.2019
Täglich herrscht im Haldensleber Ameos-Klinikum ein reges Kommen und Gehen. Ein Hinweissystem sorgt für Orientierung.
Täglich herrscht im Haldensleber Ameos-Klinikum ein reges Kommen und Gehen. Ein Hinweissystem sorgt für Orientierung.

Es geht zu wie in einem Bienenstock. Vom Haupteingang der Klinik und von der Liegendtransport-Einfahrt „schwärmen“ Patienten von zwei Seiten in die Notfallversorgung. In den Behandlungsräumen herrscht geschäftiges Treiben, und das an jedem Tag der Woche – rund um die Uhr. Das Team von Sabine Dörre ist eingespielt wie beim Bienenvolk auch. Selbst der jüngste Helfer im Team weiß um seine Aufgaben und erfüllt sie mit großem Engagement. Im Schockraum ist es gerade ruhig, doch das kann sich in der nächsten Sekunde ändern, denn manchmal kommen die Krankentransportfahrzeuge im Minutentakt. Für Schwester Sabine und ihr Team – 23 Schwestern und Pfleger, drei Aufnahme- und zwei Hilfskräfte - bedeutet die Arbeit in der Notfallambulanz, sich ständig auf neue Situationen einzustellen, auf Patienten und Notfallassistenten sowie -sanitäter einzugehen, Angehörige zu beruhigen. Es ist aber gerade die Abwechslung, die die Arbeit in der Notfallaufnahme für das Team so interessant macht, sagt die Teamleiterin.
Wenn der Krankenwagen an der Notaufnahme steht, muss es bei Teamleiterin Sabine Dörre und ihrem Team schnell gehen, um den Patienten zu helfen.
Wenn der Krankenwagen an der Notaufnahme steht, muss es bei Teamleiterin Sabine Dörre und ihrem Team schnell gehen, um den Patienten zu helfen.
Manchmal stoßen die Angestellten bei Ameos natürlich auch an ihre Grenzen. Darum, und das hat nach Ansicht der Teamleiterin schon sehr gute Früchte getragen, hat sie von ihrer alten Arbeitsstelle vor gut einem halben Jahr viele gute Ideen für das sogenannte Triage-System mitgebracht und zu den vorhandenen beigesteuert. Seit dem 1. April ist es Pflicht, danach zu arbeiten, dem kommt die Ameos-Notaufnahme nach. Das heißt: Bei einer ersten Sichtung durch das Pflegepersonal, die nach einem festgelegten Schema verläuft und die lebenswichtigen Funktionen überprüft, werden die Patienten in einem Farbensystem der Dringlichkeit ihrer Behandlung zugeordnet. Da kann es dann durchaus passieren, dass ein Patient im Wartezimmer schon eine Stunde sitzt, während ein Neuzugang sofort in den Behandlungsraum geschoben wird. Eine spezielle Schulung für alle Mitarbeiter sorgt für umfassende Qualifizierung im Triage-System.

„Wir brauchen für unsere interdisziplinäre Ausrichtung engagiertes, motiviertes Personal“, sagt die Teamerin, wozu für sie eine solide Aus- und Weiterbildung unbedingt dazugehört.
Schwester Patricia (l.) und Schwester Sabine im Schockraum der Notaufnahme. Hier kann es im Notfall schnell hektisch werden, da muss jeder Handgriff sitzen. Fotos: Carina Bosse
Schwester Patricia (l.) und Schwester Sabine im Schockraum der Notaufnahme. Hier kann es im Notfall schnell hektisch werden, da muss jeder Handgriff sitzen. Fotos: Carina Bosse
Seit 1. Juli gibt es mit Petra Nöthlich eine ärztliche Leitung in der Notaufnahme. Weitere Ärzte stehen den Schwestern stets zur Seite, die aus anderen Stationen des Krankenhauses wie HNO, Augen, Innere, Chirurgie, Neurologie und Urologie angefordert werden können, wenn deren Rat und Tat gefragt sind. Das Zusammenspiel funktioniert, auch bei Sofortüberweisungen von Patienten an die Stationen. Dass zum Team inzwischen Rettungsdienstkräfte gehören, die normalerweise Patienten mit den Krankentransportfahrzeugen bringen, sei einfach großartig, so Schwester Sabine. Sie wissen um die Erstversorgung beim Transport und können entsprechend individuell in die Arbeitsabläufe einbezogen werden. Etliche von ihnen sind vertraglich mit dem Ameos-Klinikum ein Arbeitsverhältnis eingegangen, so dass sie stundenweise in der Notaufnahme zur Verfügung stehen.

Noch steht ein Krankentransport am Liegendeingang zur Notaufnahme, schon rollt der nächste heran. Für die Teamleiterin und ihre Kollegen kein Problem, ihr „Bienenstock“ ist gut organisiert, auch wenn es immer Verbesserungsvorschläge gibt. Durch geplante bauliche Veränderungen für den Wartebereich soll beispielsweise – auch hinsichtlich des Datenschutzes - mehr Diskretion geschaffen werden.
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