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Sonderveröffentlichung

Ein Tag in Magdeburg
Elektromobilität – neue Potenziale nutzen

26.08.2019
Der Renault Kangoo Z.E. und der Nissan eNV200 sind in Magdeburg-Mitte im Einsatz für die Volksstimme und die biber post. Foto: Klaus-Peter Voigt
Der Renault Kangoo Z.E. und der Nissan eNV200 sind in Magdeburg-Mitte im Einsatz für die Volksstimme und die biber post. Foto: Klaus-Peter Voigt

Die Mediengruppe Magdeburg setzt auf umweltfreundliche und klimaschonende Verkehre. Nachhaltigkeit soll ökologisch und ökonomisch zugleich sein. „Wir wollen schon frühzeitig Elektromobilität leben, sie ist in unseren Augen die Mobilität der Zukunft“, bringt es Rüdiger Siegmund, Leiter der Logistik der Mediengruppe Magdeburg, auf den Punkt. Alle Marken, wie Volksstimme, General-Anzeiger, biber post, biber ticket, biber shop und Volksstimme Reisen, haben eine gemeinsame Ausrichtung. Umweltbewusstsein steht in der Firmenphilosophie ganz weit oben. Ziel sei es, mit gutem Beispiel voranzugehen.

Die kommenden Jahre werden durch striktere regulative Vorgaben in Bezug auf die notwendige Verringerung schädlicher Kohlendioxid-Emissionen von Fahrzeugen geprägt sein. Konzepte für nachhaltige Transportlösungen, in denen die Elektromobilität eine der wichtigsten Komponenten darstellt, gewinnen an Bedeutung. Reine Elektrofahrzeuge bekommen dabei vor allem in überwiegend urbanen Ballungszentren einen wachsenden Stellenwert. Die leisen und emissionsarmen Elektromotoren erzeugen keine lokalen Emissionen. Diese Fahrzeuge haben viele positive Effekte. Sie entlasten die städtische Umwelt von Lärm, Schadstoff en und Feinstaub.

Als wichtiger zusätzlicher Effekt lässt sich der Verkehr in der Innenstadt deutlich schlanker gestalten. Statt großer Fahrzeuge, die in solchen Regionen zunehmend mit ihren schweren Lasten auf Ablehnung stoßen, übernehmen flexible Systeme die Versorgung. Lieferfahrten in Ballungsgebieten eignen sich in hohem Maße für die Anwendung von elektrisch betriebenen Fahrzeugen, da in einer Schicht meist viele Stopps und wenige Tourenkilometer zurückzulegen sind. Die täglich zu fahrenden Strecken sind hierbei an die begrenzte Reichweite angepasst und die Autos sind in der Regel nach der Fahrt wieder am Ausgangsort. Dort, auf Firmengeländen lassen sie sich wieder aufladen.

Mediengruppe Magdeburg setzt auf umweltfreundliche und klimaschonende Verkehre

Für die Mediengruppe Magdeburg hat die Zukunft begonnen. Erste Elektrofahrzeuge gehören zum Fuhrpark und machen es möglich, beispielsweise in der Landeshauptstadt Magdeburg, 95 Prozent aller Pakettouren emissionsfrei durchführen zu können.

Die 2011 eingeführte Umweltzone stellt für den Fuhrpark keine Probleme dar. Ein positiver Nebeneffekt beim Einsatz von Elektrofahrzeugen ist gerade bei der Zustellung der Volksstimme in den frühen Morgenstunden, dass diese fast geräuschfrei erfolgt.

Seit dem Sommer des vergangenen Jahres sind die ersten Elektrofahrzeuge, leicht erkennbar am Bild eines großen, grünen Steckers auf den Seitenwänden, unterwegs. Die Flotte ist inzwischen deutlich gewachsen. Aktuell sind so acht Paxster im Einsatz. Der Öko-Flitzer wurde eigens für die Zustellung entwickelt und kann bis zu 200 Kilogramm laden. Einer davon ist gegenwärtig im Magdeburg Stadtteil Nordwest unterwegs, wo er die Volksstimme und den General-Anzeiger an Bord hat und auch die biber post ausfährt. Ein weiterer erledigt in Wernigerode ähnliche Aufgaben. Gleich eine ganze Flotte mit sechs der wendigen Fahrzeuge ist in Braunschweig bei der Briefzustellung eingesetzt. Vor allem in Magdeburg sind zudem mehrere elektrobetriebene Kleintransporter unterschiedlicher Hersteller unterwegs, um unter anderem Pakete zuzustellen oder Sendungen von Kunden der biber post direkt in der Firma abzuholen. Nicht zu vergessen sind erste Elektrofahrräder, die im praktischen Einsatz getestet werden.

Bei der Nutzung der Elektromobilität geht es der Mediengruppe Magdeburg um Nachhaltigkeit. Schrittweise wird in diesem Prozess der Ausbau der Ladestruktur betrieben, die eine wichtige Voraussetzung für einen kontinuierlichen Einsatz darstellt. Die so genannten Wallboxen, fünf sind bisher installiert, wurden mit RFID-Karten versehen, sodass nur angemeldete Fahrzeuge ihre Batterien aufladen können. Per Computer lässt sich auf diese Weise zudem der Energieverbrauch erfassen und auswerten. In Kürze soll zudem die erste öffentliche Ladesäule vor dem Firmengelände in der Magdeburger Bahnhofstraße 17 in Betrieb gehen.

Bei der Umsetzung ihrer klimafreundlichen Strategie arbeitet die Mediengruppe Magdeburg mit zahlreichen Partnern zusammen. An innovativen Lösungen für die Zukunft forschen unter anderem Wissenschaftler der Uni Magdeburg, der Uni Jena und des Fraunhofer Instituts Magdeburg mit.
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