Clever Bauen & schöner Wohnen

Energetisch im Gleichgewicht

29.03.2021
Sanieren mit System: Wenn die gesetzlichen Vorgaben erfüllt werden, gibt es weiterhin staatliche Zuschüsse oder Steuervorteile. FOTO: DJD/VDPM
Sanieren mit System: Wenn die gesetzlichen Vorgaben erfüllt werden, gibt es weiterhin staatliche Zuschüsse oder Steuervorteile. FOTO: DJD/VDPM

Gebäudeenergiegesetz: Was Bauherren wissen sollten

Ein gutes Drittel des Energieverbrauchs in Deutschland entfällt auf den Gebäudebereich. Um Bauherren und Modernisierer zu energiesparenden Maßnahmen zu animieren, hat der Gesetzgeber in den vergangenen Jahren eine Vielzahl an Verordnungen und Gesetzen erlassen. Das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG), das Ende 2020 in Kraft getreten ist, soll für mehr Klarheit sorgen. Es fasst drei umfassende Regelwerke zusammen und soll somit Architekten, Planern und Bauunternehmen die Arbeit erleichtern. Aber auch Hausbesitzer sollten die wichtigsten Punkte kennen.

Einfaches Nachweisverfahren für Neubauten

Ein vereinfachtes Nachweisverfahren für neue Wohngebäude soll Bauherren und Planer entlasten. Das sogenannte Modellgebäudeverfahren ermöglicht Nachweise, ohne dass für jedes Haus aufwendige Berechnungen erforderlich sind. Bei der Sanierung von Altbauten bleiben die Anforderungen auf dem Stand der bisherigen Energieeinsparverordnung bestehen. Das erklärte Ziel des Gesetzgebers ist ein nahezu klimaneutraler Gebäudebestand bis zum Jahr 2050. „Der Gebäudehülle, und hier insbesondere der Wärmedämmung der Außenwände, kommt eine besondere Bedeutung zu“, erklärt Antje Hannig vom Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel(VDPM). Schließlich geht in ungedämmten Altbauten viel Heizenergie ungenutzt nach außen verloren.

Keine Zuschüsse verschenken

Die erste Anlaufstelle für eine energetische Sanierung sind Energieberater und Fachhandwerker vor Ort. Sie können die Ist-Situation aufnehmen und geeignete Maßnahmen vorschlagen. Wichtig dabei ist die Orientierung an den KfW-Effizienzhausstandards. „Je kleiner der Wert ist, desto geringer ist der Energiebedarf der Immobilie und desto mehr staatliche Förderung gibt es“, erklärt Antje Hannig weiter. Als Referenz dient ein KfW-Effizienzhaus 100, das den gesetzlichen Vorgaben des GEG entspricht. Im Vergleich dazu benötigt ein Effizienzhaus 55 lediglich noch 55 Prozent der Primärenergie. Die aktuellen KfW-Förderprogramme können pro Wohneinheit bis zu 48.000 Euro an Investitionszuschüssen ausmachen. Alternativ können Sanierer auch die steuerliche Förderung nutzen, auf diese Weise sind Förderbeträge von bis zu 40.000 Euro verteilt auf drei Jahre möglich. Vorteil: Die Sanierung kann sofort beginnen, die unkomplizierte Abrechnung erfolgt später über die Steuererklärung. Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Bescheinigung des ausführenden Fachunternehmens. Unter www.vdpm.info etwa gibt es ausfüllbare Muster und viele weitere Informationen. (DJD)

Neue Farbwelten für zu Hause

FARBSCOUTING FÜR 2021: Ruhe, Entspannung, Klarheit, Natürlichkeit und Stabilität

Auf großer Fläche zeigt das Dünenbeige seinen ruhigen und entspannten Charakter. FOTO: CAPAROL FARBEN LACKE BAUTENSCHUTZ/BLITZWERK.DE/AKZ-O
Auf großer Fläche zeigt das Dünenbeige seinen ruhigen und entspannten Charakter. FOTO: CAPAROL FARBEN LACKE BAUTENSCHUTZ/BLITZWERK.DE/AKZ-O
Die Corona-Pandemie hat 2020 zu einem ganz besonderen Jahr gemacht, das viele Gewissheiten und Gewohnheiten infrage stellte. Die eigenen vier Wände wurden zum Rückzugsort schlechthin, privat und nun auch beruflich – ein bereits seit Jahren zu beobachtender Trend, den das globale Virus spürbar forcierte.

Wunderbar farbig

Das Caparol FarbDesignStudio ermittelte beim Farbscouting für 2021 „eine Verfestigung und Verstärkung dessen, was wir bereits 2019 und 2020 beobachtet haben“, so Projektleiterin Andrea Girgzdies.

„Grundsätzlich geht es um Werte wie Ruhe, Entspannung Klarheit, Natürlichkeit und Stabilität.“ Daher überrascht es auch nicht, dass die drei Trendwelten für 2021 auf der gleichen Farbpalette wie 2020 basieren: „Wir konnten sehr gut mit den Farben von Unikat #4 weiterarbeiten, haben die Farbwelten neu arrangiert und so deutlich andere Anmutungen geschaffen.“

Veränderte Kombinationen und Leitfarben knüpfen also erkennbar an die Vorsaison an, werden aber dennoch eigenständig im Charakter.

Diese Fortschreibung drückt sich auch in der Bezeichnung aus: „Unikat #4.1 Impulse“, wie die Trends 2021 genannt werden, versteht sich als Update mit neuen Optionen.

Kreativtechniken für die Wände

„Wir haben sehr viel mehr kreative und experimentelle Oberflächenideen umgesetzt“, erklärt die Leiterin der Kreativwerkstatt von Caparol, Sabine Hoffner.

Die Oberflächen bewegen sich zwischen subtil und plakativ-expressiv. Interessant ist das Riss-Motiv, das in verschiedenen Kreativtechniken auftaucht und mit Kupfer oder gar Gold hinterlegt als Stilelement für die perfekte Unvollkommenheit steht. Die Kreativtechnik „Ethno“ ist ausdrucksstark und wandelbar.

Ganz zurückhaltend hingegen bleibt „Linnen“, farblich sehr dezent in sich variierend und haptisch strukturiert. (akz)
     
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