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Energetische Sanierung: Förderung clever nutzen

29.09.2020
Energetisch sanieren lohnt sich – für das Klima und das eigene Konto.
Energetisch sanieren lohnt sich – für das Klima und das eigene Konto.

   

Energetisch sanieren lohnt sich: für das Klima und langfristig auch für das eigene Konto. Hausbesitzer profitieren dabei von staatlichen Förderungen – auch für kleinere Maßnahmen. „Wer seine selbst genutzte Immobilie energetisch saniert, hat grundsätzlich zwei Fördermöglichkeiten“, erklärt Baufinanzierungsexperte Ralf Oberländer von der Bausparkasse Schwäbisch Hall (www.schwaebisch-hall.de). „Die steuerliche Abschreibung oder den klassischen Investitionszuschuss.“ Die Steuerabschreibung läuft über drei Jahre (Höhe maximal 40.000 Euro). Voraussetzung: Ein Fachunternehmen muss die Arbeiten durchführen. Sie lässt sich erst nach Abschluss der Sanierung geltend machen. Anders bei den Förderungen des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) oder der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW): Hier muss der Hausbesitzer sämtliche Anträge vor Baubeginn stellen und für den KfW-Zuschuss vorher noch einen Energieberater hinzuziehen.
 
Fotos (2): Bausparkasse Schwäbisch Hall/akz-o
Fotos (2): Bausparkasse Schwäbisch Hall/akz-o
Rechnung 1: die Komplettsanierung

„Bei besonders teuren und umfassenden Maßnahmen lohnt es sich in der Regel eher, eine Förderung der KfW in Anspruch zu nehmen“, weiß Oberländer. Beispiel: Eine Sanierung kostet 115.000 Euro. Bei einer KfW-Förderung (Programm 430 oder 151) kann sich der Immobilienbesitzer über einen Investitions- oder Tilgungszuschuss von 34.500 Euro freuen. Eine Steuerermäßigung bringt im Vergleich nur 23.000 Euro Ersparnis.

Rechnung 2: schrittweise sanieren

Wer nicht so viel auf einmal investieren will, kann Schritt für Schritt sanieren. Beispiel: Neue Fenster für eine bessere Dämmung kosten etwa 35.000 Euro. Eine KfW-Förderung (Programm 430 oder 152) oder alternativ die Steuerabschreibung bringen jeweils eine Ersparnis von rund 20 Prozent. Tipp: „Die Steuerermäßigung kann auch nachträglich beantragt werden und macht unter Umständen weniger bürokratischen Aufwand.“

Rechnung 3: der Heizungsaustausch

Wer seine alte Ölheizung ersetzt, erhält je nach neuer Heizungsart eine Austauschprämie von bis zu 45 Prozent, maximal 22.500 Euro. Beispiel: Bei Einbau einer neuen Pelletheizung für rund 22.000 Euro erhält der Hausbesitzer einen Zuschuss von 9.900 Euro. Die Steuerersparnis liegt hier dagegen nur bei 4.400 Euro. Extra-Tipp vom Experten: „Welche Förderung sich am meisten lohnt, hängt von Art und Umfang der Maßnahmen ab. Energieberater und Baufinanzierungsexperten helfen bei der Suche nach der individuell passenden Lösung.“ (akz-o)

Terrassendächer liegen im Trend

Terrassendächer sind vielseitig einsetzbar und bieten das besondere Etwas: Fotos: BF/Glas Trösch Sanco Beratung
Terrassendächer sind vielseitig einsetzbar und bieten das besondere Etwas: Fotos: BF/Glas Trösch Sanco Beratung
Troisdorf - Früher war die Markise über der Terrasse das Nonplusultra für den geschützten Aufenthalt im Freien. Heute ergänzen immer mehr Haus- und Wohnungsbesitzer ihren „Freisitz“ um eine dauerhafte Konstruktion in Form eines verglasten und damit lichtdurchlässigen Terrassendaches, das jederzeit einen Aufenthalt im Außenbereich ermöglicht – und das Terrassen-Mobiliar vor Wind und Wetter schützt. Ein Terrassendach bietet viele Vorteile. Es muss nicht ein- und ausgefahren werden, es lässt viel Licht durch und bei einem Schauer muss die Grillparty nicht vorzeitig beendet werden. Sorgen bezüglich der Reinigung des Glases sind unbegründet, denn ein verglastes Terrassendach kann mit natürlich reinigendem Glas ausgeführt werden: Regen und Sonne übernehmen dann die Säuberung. „Es gibt hervorragende Oberflächenbeschichtungen für Glas, die diese Funktion bewirken oder auch Schmutz abweisende Beschichtungen mit Lotusblüten-Effekt. Ab und zu den Wasserschlauch benutzen reicht schon und die Oberfläche erstrahlt in neuem Glanz“, erklärt der Geschäftsführer des Bundesverbandes Flachglas (BF), Jochen Grönegräs.

Ein verglastes Terrassendach muss keine starre Konstruktion sein. „Es gibt die Dächer in allen möglichen Varianten. Ich empfehle, einen passenden Sonnenschutz für die ganz heißen Tage mit einzuplanen – sei es in Form von textilen oder aus anderen Materialien bestehenden Sonnenschutzlösungen. Diese Systeme können manuell oder noch komfortabler per Knopfdruck ein und ausgefahren werden“, so der BF-Geschäftsführer. Außerdem gebe es Terrassendächer, die das automatische Verschieben einzelner Elemente im Dach oder das Öffnen von Einzellamellen ermöglichen, was zum Beispiel beim Grillen für einen natürlichen Rauchabzug sorgt. „Wer zusätzlich zum verglasten Terrassendach verschiebbare Seitenwände mit einplant, kann sogar einen zusätzlichen Raum an Haus oder Wohnung schaff en“, erklärt Grönegräs. So werde mit einer guten Investition die Terrasse aufgewertet und es entstünde ein heller Lebensraum. Dazu Grönegräs abschließend: „Was für Möglichkeiten es gibt und wie diese vor Ort umgesetzt werden können, wissen die gut geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Fachhandel. Ansonsten gilt die Devise: Erlaubt ist, was gefällt, die Möglichkeiten sind mannigfaltig.“
 
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