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Sonderveröffentlichung

Ich liebe meine Altmark
Grußwort Landrat Landkreis Stendal Carsten Wulfänger

26.07.2019
Blick auf die Altastadt von Havelberg Foto: Archiv VS 
Blick auf die Altastadt von Havelberg Foto: Archiv VS 

Liebe Leserinnen und Leser,

als man mich fragte, ob ich zur Sonderbeilage der Volksstimme ein Grußwort zum Thema „Ich liebe meine Altmark“ beisteuern könnte, habe ich automatisch an meine Kindheit und den Deutschunterricht gedacht.

Beim zweiten Nachdenken wurde mir bewusst, dass ich teilweise vieles Schöne, was die Altmark zweifellos zu bieten hat, nicht mehr bewusst wahrgenommen habe.

Schon dies zeigt, dass die Idee eine solche Sonderbeilage zu gestalten, eine sehr gute ist.

Es blieb nicht aus, mir die Frage zu stellen - liebe ich die Altmark tatsächlich? Die Antwort, die ich mir selber gab war ein klares unumstößliches „JA“. Aber warum ist das eigentlich so?

Die Altmark ist meine Heimat. Ich wurde hier geboren und außer in meiner fünfjährigen Studienzeit habe ich die Altmark nie für längere Zeit verlassen. Hier zog ich meine beiden Söhne groß, hier leben meine Eltern und mein Bruder mit seiner Familie.
Carsten Wulfänger Landrat Landkreis Stendal.  Foto: Landkreis Stendal
Carsten Wulfänger Landrat Landkreis Stendal.
 Foto: Landkreis Stendal
Unsere Heimat die Altmark, liebe Leserinnen und Leser, gibt uns Überschaubarkeit, Geborgenheit. Sie stiftet Identität und sie ist Rückhalt für uns selbst und unsere Familie.

Die vertraute Sprache, Eltern, Verwandte, Freunde, Bekannte, Gebäude, Straßen, Landschaften, der Klang der Kirchenglocken, Feste, Bräuche und Sitten – all das schwingt beim Begriff „Heimat“ mit und wir verbinden dies mit der Liebe zur Altmark.

Die Liebe zur Altmark vereint das Individuelle, Besondere eines Ortes und prägt somit entscheidend die Verbundenheit und das regionale Bewusstsein von uns allen. Wissen Sie, liebe Leserinnen und Leser, es kommt vor, dass ich nach einem langen Arbeitstag aus Stendal nach Sandau fahre und am Deich innehalte.

Besonders im Frühjahr und Sommer genieße ich die Natur und die Weite der Altmark. Hier bekomme ich oft die Ruhe zurück, die mir das Alltagsgeschäft manchmal zu nehmen scheint.

Aber nicht nur die Natur macht unsere Altmark für mich als Lebensmittelpunkt so wichtig. Ich mag die Menschen die hier leben. Sie sind liebenswert, auch kantig, nicht immer ganz einfach in ihrer Art – aber, es sind gute, starke und bodenständige Menschen.

Die Menschen hier lieben ihr Land, ihre Altmark. Da bin ich mir ganz sicher. Und genauso geht es mir auch.

Nun bleibt mir noch, Ihnen viel Spaß beim Lesen der Sonderbeilage zu wünschen. Und vielleicht regen die interessanten Artikel dazu an, wie ich darüber nachzudenken, warum wir unsere Altmark in unser Herz geschlossen haben.

Ihr
Carsten Wulfänger
Landrat

M&S Autohaus GmbH

Grußwort Landrat Altmarkkreis Salzwedel Michael Ziche

Danneilmuseum SalzwedelFoto: Archiv VS
Danneilmuseum Salzwedel
Foto: Archiv VS
Liebe Leserinnen und Leser,

liebe Altmark-Interessierte, als Ur-Altmärker fällt es mir nicht schwer, von meiner Heimat zu schwärmen und Ihnen zu sagen, warum ich gerne in der Altmark lebe.

Heimat und Traditionen sind zwei Begriffe, die mich mit diesem Landstrich und seinen Menschen seit je her verbinden. Viele großartige Entwicklungen sind auf das Engagement einer großen Zahl von Bürgerinnen und Bürgern zurückzuführen und legen Zeugnis ab, dass die westliche Altmark als Region, als Landkreis, zusammengewachsen ist.

Erst vor einigen Wochen haben wir den 25. Geburtstag des Altmarkkreises Salzwedel gefeiert. Ein tolles Fest, eingebunden in das 1. Drömlingsfest in Kunrau, welches den Naturpark Drömling auf seinem Weg zum Titel „Biosphärenreservat“begleitet hat.

Rückblickend sind die letzten 25 Jahre auch verbunden mit ganz emotionalen persönlichen Erlebnissen und Ereignissen, die untrennbar zur Geschichte des Altmarkkreises Salzwedel gehören. Vor dreißig Jahren z.B. standen auf der Höhe einiger Ortsausgangsschilder in der westlichen Altmark noch Schlagbäume und Kontrollhäuschen, die den Beginn der Grenzsicherung der DDR für jeden spürbar werden ließ. Daher erinnern wir uns im November dieses Jahres mit Dankbarkeit und Demut an das historische Ereignis der Grenzöffnung - und dass durch den Fall der Mauer die Deutsche Wiedervereinigung ermöglicht wurde. 29 Jahre später sind die positiven Veränderungen in unseren Städten, Gemeinden nahezu überall deutlich sichtbar.

In einem sollten wir uns einig sein: Für die westliche Altmark und ihre Menschen war es eine Zeit von großen Veränderungen und Umbrüchen, die dazu geführt haben, dass sich unsere Region von einer perspektivlosen Grenzregion zu einer „Grünen Wiese“ mit Zukunft entwickelt hat.
   
Michael Ziche Landrat Altmarkkreis Salzwedel Foto: VS
Michael Ziche Landrat Altmarkkreis Salzwedel Foto: VS
Inmitten einer alten Kulturlandschaft präsentiert sich die Altmark sowohl mit schönen Hansestädten entlang der Straße der Romanik als auch mit einer einzigartigen erhaltenen Naturlandschaft entlang des 132 Kilometer langen Grünen Bandes, welches durch das Land Sachsen-Anhalt zum Nationalen Naturmonument erhoben wird.

Viele Gäste deutschlandweit wissen diese Kostbarkeiten von Natur & Kultur zu schätzen und kommen gern in die Altmark. Die aktuellen Übernachtungszahlen zeigen wiederholt an, dass die Anzahl der Übernachtungen pro Gast im Altmarkkreis Salzwedel durchschnittlich 3,7 Nächte beträgt - ein überdurchschnittlicher Wert im Landesranking.

In den kommenden Jahren könnten es noch mehr Gäste werden, denn der Altmarkkreis Salzwedel plant eine circa 40 Kilometer lange MEGALITH ROUTE ALTMARK. Sie verbindet 13 ausgewählte Großsteingräber mit weiteren kleinen und großen touristischen Sehenswürdigkeiten, wie dem Altmarkrundkurs, den Feldsteinkirchen und vielfältigen Reit- und Wanderwegen in der Region.

Ein gutes Leben gelingt natürlich immer nur mit einer leistungsfähigen Wirtschaft und gut bezahlten Arbeitsplätzen. Auch dieses wurde in den letzten 25 Jahren gerade von unseren kleinen und mittelständischen Unternehmen in den Bereichen Industrie, Handwerk, Landwirtschaft, Handel, Tourismus und Dienstleistungsgewerbe geschaffen.

Auch der Landkreis hat sich seiner Verantwortung zur Daseinsvorsorge gestellt und hat sich um eine gute Bildungsinfrastruktur, den Versorgungsauftrag unserer Krankenhäuser, den Breitbandausbau gekümmert und den öffentlichen Nahverkehr mit dem Rufbussystem auf neue Füße gestellt. Auch für die ältere Generation sind entsprechende Einrichtungen und Dienste zur Betreuung und Pflege entstanden.

Dank der vielen engagierten Menschen auch im Ehrenamt ist die Altmark liebgewordene Heimat mit vielen Traditionen. Vielen Dank dafür!

Ihr
Michael Ziche
Landrat
   
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