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Sonderveröffentlichung

Wirtschaftskraft im Harz
Harz ist gefragter denn je

06.11.2019
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Rückkehrer sollen regionalen Fachkräftebedarf decken helfen

Von Frank Drechsler 

Harz ● Nach dem fulminanten Auftakt im Vorjahr wollen die Veranstalter an den Erfolg des 1. Rückkehrertages anknüpfen: Am 27. Dezember findet die Fortsetzung statt. Dieses Mal im Kulturbahnhof in Halberstadt.

Von den Ansturm und Zuspruch waren die Veranstalter im letzten Jahr dann doch überrascht: Rund 1000 Rückkehr- und Zuzugswillige aus Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg und natürlich aus Sachsen-Anhalt hatten den 1. Rückkehrertag genutzt, um im Wernigeröder Rathaus mit potenziellen Arbeitgebern ins Gespräch zu kommen. Die meisten der Besucher, rund 65 Prozent, arbeiten zurzeit nicht im Landkreis Harz, ja noch nicht einmal in Sachsen-Anhalt. Größtes Interesse bestand bei den Paaren zwischen 31 und 45 Jahren, die mitten im Berufsleben stehen. Mit Umzugsgedanken trägt sich auch die zweitgrößte Gruppe, die der 45- bis 67-Jährigen. Auch sie zieht es in den Landkreis Harz. Diese Zahlen hätten ganz klar gezeigt, dass die Deckung regionalen Fachkräftebedarfs aus diesen Gruppen enorm viel Potenzial habe. Daher werde es auch in diesem Jahr einen Rückkehrertag geben“, hieß es im Rahmen der Auswertung anschließend seitens der Organisatoren, Mitwirkenden und Unternehmer. Das Ziel war und ist dabei weiter klar gesteckt: Möglichst vielen am Harz Interessierten und jenen, die aus verschiedenen Gründen der Region einst den Rücken gekehrt hatten, berufliche Möglichkeiten aufzuzeigen, um sie letztendlich zur Rückkehr in ihre alte Heimat zu gewinnen. Nachdem auch der Harz hierzulande seit dem Mauerfall einen Aderlass hinnehmen musste, zeigen strukturelle Maßnahmen und die sich entwickelnde Wirtschaft seit einigen Jahren Wirkung. Die Wirtschaft brummt, der Harz macht sich. Und das schon eine ganze Weile. Die Region wird schon lange nicht mehr nur als reine Tourismusdestination wahrgenommen. Sie ist längst auch ein wirtschaftliches Schwergewicht. Um den Aufwärtstrend aber weiter zu befeuern, bedarf es gut ausgebildeter Fachkräfte und eben auch der vielen Rückkehrer. Viele der alten Problemauslöser wurden ausgeräumt. Und so manches, was seinerzeit nicht wenige Menschen dazu bewogen hatte, der Region den Rücken zu kehren, wurde ebenfalls beseitigt.
Anja Ulrich (re. vom Fachbereich Strategie und Steuerung/Fachdienst Standortförderung) und Jennifer Heinrich, (li.Fachbereich Strategie und Steuerung/Stabsstelle und Leitung Fachdienst Standortförderung) stehen vor dem Hauptgebäude der Verwaltung des Landkreises Harz. Foto: Frank Drechsler
Anja Ulrich (re. vom Fachbereich Strategie und Steuerung/Fachdienst Standortförderung) und Jennifer Heinrich, (li.Fachbereich Strategie und Steuerung/Stabsstelle und Leitung Fachdienst Standortförderung) stehen vor dem Hauptgebäude der Verwaltung des Landkreises Harz. Foto: Frank Drechsler
Mittlerweile stimmt das Umfeld, längst geht es nicht nur um Fragen zum Gehalt. Gibt es genügend Kindergartenplätze? Wie steht es in Sachen Kultur und was gibt es für Freizeitmöglichkeiten? Das sind Themen, die heute mindestens genau hinterfragt werden. Dass der 27. Dezember ein gutes Datum sei, habe sich bereits im letzten Jahr gezeigt. „Dieser Tag wurde bewusst gewählt, denn über Weihnachten sind viele der Weggezogenen wieder einmal bei den Eltern oder Verwandten“, erklärt Anja Ulrich von der Willkommensagentur Zuhause im Harz. „Ziel ist es weiter, möglichst viele Rückkehrwillige, Pendler und Zuzugsinteressierte vom regionalen Wirtschafts- und Lebensstandort zu überzeugen.“ Für die Aussteller böte sich hier die Möglichkeit, ihre Angebote einer interessanten und vielversprechenden Zielgruppe zugänglich zu machen.

„Nutzen Sie daher die Möglichkeit, Ihre Kommune, Ihr Unternehmen oder Ihren Verein auf dem Rückkehrertag „Zuhause im Harz“ zu präsentieren und gewinnen Sie auf diesem Weg neue Einwohner, Nachwuchs- und Fachkräfte“, appelliert Jennifer Heinrich, Fachdienstleitung Standortförderung, Tourismus und Kultur. Die Teilnahme ist für Besucher natürlich kostenfrei.

Für Aussteller wird eine Standgebühr in Höhe von 200 Euro erhoben.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit den Prospektservice zu nutzen, wenn eine persönliche Teilnahme nicht möglich ist.

Anmeldungen sind noch bis zum 30. Oktober 2019 möglich. Für Rückfragen steht Ihnen Frau Mantel unter der Telefonnummer: 03941-5970 5905 oder unter der E-Mail zuhause-im-harz@kreis-hz.de zu Verfügung.

RÜCK-KEHRER-TAG
27. Dezember 2019, 10-13 Uhr
Kulturbahnhof Halberstadt

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