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Clever Bauen & schöner Wohnen - Halberstadt, Wernigerode
Haustechnik: Was zählt dazu und welche Kriterien beachten?

22.05.2020
Der Technikraum ist die Schaltzentrale des Fertighauses. Er wird gerne im Keller untergebracht. Foto: BDF/WeberHaus
Der Technikraum ist die Schaltzentrale des Fertighauses. Er wird gerne im Keller untergebracht. Foto: BDF/WeberHaus

Kein Haus funktioniert ohne technische Anlagen und Installationen. Schließlich macht erst die Haustechnik einen Neubau nutz- und bewohnbar. „Haustechnik umfasst die Bereiche Heizung, Sanitär, Elektro und Lüftung. Sie ist unabdingbar, um ein Haus mit Wärme, Wasser, Strom und frischer Luft zu versorgen“, sagt BDF-Sprecher Christoph Windscheif. Demnach zählen Lichtschalter, Steckdosen und Badezimmerarmaturen ebenso zur Haustechnik wie die Heizkörper und der Heizkessel, ein Regenwassersystem oder der Sicherungskasten.
   
Auch Schalter, Steckdosen und Bedienelemente zählen zur Haustechnik. Foto: BDF/JUNG
Auch Schalter, Steckdosen und Bedienelemente zählen zur Haustechnik. Foto: BDF/JUNG
Bei Fertighäusern gehören umweltfreundliche und effiziente Wärmepumpen sowie Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung zum haustechnischen Standard. Ebenso zeichnet sich die Fertigbauweise durch einen hohen Anteil an Häusern mit Photovoltaikanlage, Batteriespeicher und Smart Home-Funktionalität aus. „Die meisten Fertighäuser werden schlüsselfertig gebaut und vorher bis ins kleinste Detail geplant. Die Baufamilie erhält alle Leistungen und Installationen aus einer Hand und bekommt schließlich alle Funktionen verständlich erklärt“, so Windscheif. Die Auswahl der Haustechnik findet in der Planungsphase, meist schon einige Monate vor Baubeginn statt. Bei vielen haustechnischen Komponenten steht der Bedarf von vornherein fest. Andere hingegen sind optional. Die wichtigsten Auswahlkriterien lauten Funktion und Komfort sowie Kosten und Energieeffizienz. Dahinter sollten folgende Überlegungen des Bauherrn und seiner Familie beziehungsweise seiner Mitbewohner stecken: Welche Funktionen sind uns besonders wichtig? Wie können wir sie effizient erreichen? Wie viel Komfort möchten wir? Und was sind wir bereit dafür zu bezahlen? Ein ebenfalls wichtiges Kriterium, das Bauherren in die Auswahl ihrer Haustechnik einbeziehen, ist die Optik – gerade auch bei alltäglichen Gegenständen wie einer Steckdose oder einer Badezimmerarmatur, die möglichst dauerhaft gefallen sollten. Smarte Neueinsteiger werden ebenso fündig wie erfahrene Technikfreaks“, schließt Windscheif. BDF/FT

Wenn der Fußboden heizt oder kühlt

txn. Eine gut geplante Fußbodenheizung erhöht den Wohnkomfort und spart Heizenergie. Foto: Saniku/ZVSHK
txn. Eine gut geplante Fußbodenheizung erhöht den Wohnkomfort und spart Heizenergie. Foto: Saniku/ZVSHK
Fußbodenheizungen bieten gegenüber herkömmlichen Heizkörpern deutliche Vorteile. Als Niedertemperatursystem mit Vorlauftemperaturen um 35 °C lässt sich die Fußbodenheizung gut mit modernen Brennwertheizkesseln und Solarkollektoren und perfekt mit Wärmepumpen kombinieren. Bei Wärmepumpen kann über die Fußbodenheizung sogar gekühlt werden, wenn die Anlage entsprechend geplant und ausgeführt worden ist. Die niedrigen Oberflächentemperaturen reduzieren zudem die Staubaufwirbelung beim Heizen. Darüber freuen sich vor allem Allergiker, zumal auch der Verbreitung von Hausstaubmilben, Pilzsporen und Keimen entgegengewirkt wird. Da es die üblichen Raumheizkörper nicht gibt, ist eine Raumgestaltung ohne Einschränkungen möglich. Auf den Wunschbelag für den Fußboden muss dennoch nicht verzichtet werden, da eine Vielzahl geeigneter Produkte zur Verfügung steht. Wichtig ist die entsprechende Kennzeichnung. Damit die Vorteile wirklich erlebbar werden, muss die Fußbodenheizung vom Fachmann geplant, berechnet und installiert werden. Frank Ebisch vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima: „Eine individuell abgestimmte Dimensionierung und optimale Einstellungen sind unverzichtbar.“ Der Aufwand lohnt sich, denn je niedriger die Temperatur im Heizungssystem ist, desto effizienter arbeitet die Heizung. Die Möglichkeit, energiesparend zu Kühlen, sorgt bei heißen Sommern für zusätzlichen Komfort. Weitere Informationen und Kontaktdaten zu Heizungsfachbetrieben vor Ort gibt es online unter www.wasserwaermeluft.de. txn

Ein starkes Team: E-Mobilität und Solar

Den Kraftstoff einfach selbst erzeugen – was bei einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor unmöglich ist, ist für Elektromobilisten eine attraktive Option. Möglich wird sie durch intelligente Haustechnik. Und so geht es: Eigenheimbesitzer statten das Dach ihres Hauses mit einer Photovoltaikanlage aus und werden damit zu Stromproduzenten. Eine intelligente Steuerung sorgt dafür, dass der regenerativ erzeugte Sonnenstrom bevorzugt im Haus genutzt wird. Ist ein Batteriespeicher integriert, steht der Ökostrom sogar dann zur Verfügung, wenn die Sonne nicht scheint. Mit ihm können nicht nur Kühlschrank, Fernseher und Co. versorgt werden, sondern auch das eigene Elektrofahrzeug. Dazu muss lediglich die Ladebox installiert werden. Mit einem modernen Energiemanagement-System, wie es innogy anbietet, ist das kein Problem. Durch den hohen Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stroms werden die Bewohner unabhängiger vom Energieversorger, können ihre Stromkosten deutlich senken und sind gleichzeitig mit dem eigenen Elektroauto emissionsfrei unterwegs. txn
   
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