Clever Bauen & schöner Wohnen

Kräuter in der Küche züchten

28.03.2021
In dem kleinen, mobilen Aufsatztisch mit austauschbaren Funktionselementen lassen sich Kräutertöpfe optisch ansprechend unterbringen. FOTO: AMK
In dem kleinen, mobilen Aufsatztisch mit austauschbaren Funktionselementen lassen sich Kräutertöpfe optisch ansprechend unterbringen. FOTO: AMK

Hingucker: Indoor-Gardening liegt im Trend

Hinter dem Indoor-Gardening oder auch Indoor-Farming steckt vor allem das steigende Bedürfnis nach einer gesunden Ernährung. Zudem wird in Corona-Zeiten häufiger als sonst zu Hause gekocht. Eine Rolle spielt auch der Nachhaltigkeitsaspekt: Durch die Selbstversorgung entfallen Verpackungen und werden Transport- und Einkaufswege eingespart. Dazu kommt noch der optische Aspekt. „Frische Kräuter in der Küche sind ein echter Hingucker und sorgen für eine besonders ansprechende Atmosphäre“, so Volker Irle, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V. (AMK).

Möglich wird Indoor-Gardening durch neuartige, vollautomatisierte Gewächsschränke, die Kühlschränken ähneln und sich optisch ansprechend in die Küche integrieren lassen. In die Schubkästen des Gewächsschranks werden Saatmatten gelegt, aus denen innerhalb kurzer Zeit verschiedene Kräuter, Salate oder Keimlinge – Microgreens genannt – wachsen. Licht, Temperatur und Luftfeuchtigkeit werden automatisch gesteuert. Lediglich das Nachfüllen von Wasser und Nährlösung ist erforderlich. Schon nach ein bis drei Wochen kann die erste Ernte erfolgen. Die lebensmittelechten Saatmatten bestehen aus upgecycelten Textilresten. Diese Art des Anbaus, also ohne Erde, nennt sich hydroponisches System. Damit Licht und Geräusche nicht bei der abendlichen Entspannung stören, gibt es eigens einen Cinema-Modus. Per App können dann das Licht und die LED-Ventilatoren für zwei Stunden abgeschaltet werden. Auch Hinweise zu Wartung und Ernte liefert die App.

Auch in kleinen Indoor-Pflanzgärten lassen sich Kräuter und andere essbare Pflanzen in der heimischen Küche züchten. Das Gerät wird mit einer Nährstofflösung sowie mit vorgefertigten Samenkapseln aus Steinwolle bestückt. Darauf wird eine Haube mit einem automatisierten LEDBeleuchtungssystem gesetzt. Eine kleine Pumpe sorgt für die Bewässerung. Wenn die Pflanzen zu wachsen beginnen, fährt die Haube entsprechend in die Höhe. Bei entsprechender Pflege können die Kräuter über einen längeren Zeitraum geerntet werden – vorausgesetzt, es wird nicht zu viel auf einmal abgeerntet. Ein Kräutergarten in der heimischen Küche lässt sich auch mit Hilfe spezieller Pflanzregale bewerkstelligen. Dabei werden hochwertige Pflanzkästen aus Holz in ein Stollenregalsystem eingehängt. Mit einer Kunststoff-Kräuterschale bestückt können sie etwa mit Basilikum, Thymian oder Rosmarin bepflanzt werden. Für das notwendige Licht sorgt eine spezielle, integrierte LED-Pflanzleuchte. (AMK)

Mehr Komfort und Sicherheit

Badezimmer wird intelligent

Die Digitalisierung ist auch im Badezimmer angekommen. FOTO: RILUEDA/FOTOLIA/ZVSHK
Die Digitalisierung ist auch im Badezimmer angekommen. FOTO: RILUEDA/FOTOLIA/ZVSHK
Morgens beim Zähneputzen die Wetterkarte und die Staumeldungen abrufen, nachmittags auf dem Nachhauseweg per App die Raumtemperatur erhöhen – auch im Badezimmer ist smarte Technologie längst angekommen. Besonders interessant wird es, wenn das intelligente Bad seinen Nutzer per Fingerscan erkennt und Wassertemperatur, Musikwahl, Raumduft und vieles mehr individuell einstellt.

Neben Komfort und Unterhaltung geht es aber vor allem um Energieeffizienz und barrierefreie Körperpflege. „Das digitalisierte Bad sollte immer auch altersgerecht sein“, weiß Frank Ebisch vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK). Sehr komfortabel ist beispielsweise die berührungslose Bedienung von WC, Waschtisch und Türen. Sensoren können einen Sturz in der Dusche erkennen und bei Bedarf sogar Hilfe herbeirufen. Sinnvoll sind auch „mitdenkende“ Badezimmerspiegel mit eingebauten Bildschirmen, die beispielsweise an die Einnahme von Tabletten erinnern.

Wird ein Badezimmer saniert oder barrierefrei umgestaltet, sollten die neuen Assistenzsysteme gleich mit integriert werden. Eigenheimbesitzer, die damit noch warten möchten, sind gut damit beraten, zumindest die entsprechenden Stromanschlüsse setzen zu lassen – denn ohne Energieversorgung können digitale Assistenten nicht arbeiten. Die Zukunft im eigenen Bad erleben zu können, ist vor allem eine Frage der fachgerechten Planung, und deswegen sollte frühzeitig der Kontakt zu einem SHK-Fachbetrieb gesucht werden. Die Spezialisten bieten optimal aufeinander abgestimmte Smart- Home-Pakete und haben das Know-how für die Installation der benötigten Sanitär-, Strom- und Datenleitungen. (txn)
Steinmetz Schneeberg
Grützmacher oHG
Richter Küchenstudio & Tischlerei GmbH & Co. KG
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