Sonderveröffentlichung

Gesundheit
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Mit einer App den Kopfschmerz beobachten

HILFSMITTEL - Ein kostenloser Kopfschmerzkalender ist jetzt für jedermann verfügbar

Ob beim Arbeiten, in der Freizeit oder in Ruhe – Kopfschmerzattacken können zu einer beträchtlichen Beeinträchtigung der Betroffenen führen. FOTO: IMAGO/WESTEND61

20.09.2022
Klinikum Pfeiffersche Stiftungen

Kopfschmerzerkrankungen wie Migräne betreffen 10-15% der deutschen Bevölkerung und können zu erheblicher Beeinträchtigung im Alltag führen. Es gibt inzwischen gute Behandlungsmöglichkeiten. Zur Planung und Verlaufsbeobachtung der Behandlung ist ein Kopfschmerzkalender oft eine große Hilfe, in vielen Fällen sogar notwendig. Um Betroffenen die fachgerechte Dokumentation ihrer Kopfschmerzen zu ermöglichen, hat die Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e. V. (DMKG) eine DMKG-App jetzt für alle frei verfügbar gemacht. Versionen für Android und iOS (Apple) können über die App-Stores heruntergeladen werden.

Für die persönliche Dokumentation

Die DMKG-App funktioniert wie ein Kopfschmerztagebuch und Kalender. Sie erinnert Betroffene einmal am Tag an den Eintrag. An Tagen mit Kopfschmerzen wird zusätzlich nach Stärke, Dauer, weiteren Symptomen und der Medikamenteneinnahme gefragt, der Eintrag ist in ein bis zwei Minuten erledigt. Wer genauer dokumentieren möchte, kann noch Angaben zur vorbeugenden Medikation, zur Menstruation und einen freien Kommentar eintragen.

Es gibt übersichtliche Zusammenfassungen zum Anzeigen in der App sowie zum Herunterladen. Diese können zum Beispiel zum Arztgespräch mitgebracht werden. Die DMKG-App war bisher nur als Teil des wissenschaftlichen Projekts „Kopfschmerzregister der DMKG“ (www.kopfschmerzregister.de) verfügbar, und somit nur für Patienten teilnehmender Ärzte nutzbar. Aufgrund großer Nachfrage hat die DMKG die App aus dem Projekt ausgekoppelt und als kostenlosen, werbefreien Kopfschmerzkalender für Android und iOS frei verfügbar gemacht.

Beitrag zur Kopfschmerzforschung

Mit der Nutzung der DMKG-App unterstützen Betroffene gleichzeitig die Kopfschmerzforschung. Die Daten werden pseudonymisiert an eine wissenschaftliche Datenbank übertragen und von der DMKG für wissenschaftliche Auswertungen genutzt. Zum Beispiel können damit verschiedene Akutmedikamente hinsichtlich ihrer Wirkung verglichen werden.

Mehr Informationen: www.dmkg.de