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Neuer Trainer kommt gut an

SV 09 STASSFURT: Torsten Lange soll das Team zum Erfolg führen / Youngster im Fokus

Tim Gadkowsky (rotes Trikot) soll dem SV 09 Staßfurt auch durch seine Kopfballstärke zu mehr Torgefahr verhelfen. Foto: Michael Jacobs

14.09.2021

Nicht selten bringt ein neuer Trainer eine neue Spielphilosophie mit, an die sich die Mannschaft innerhalb kurzer Zeit gewöhnen muss. Würde eine „normale“ Spielzeit 2020/21 hinter den Aktiven in Sachsen-Anhalt liegen, wäre das auch bei Fußball-Landesligist SV 09 Staßfurt der Fall. Torsten Lange löste zu Beginn der neuen Saison Interimscoach Patrick Stockmann auf der Trainerbank ab, der die Mannschaft gut ein Jahr zuvor übernommen hatte. Die Vereinsverantwortlichen erhofften sich dadurch eine bessere Aufgabenteilung in der Führungsebene. Stockmann kann sich wieder vermehrt auf die organisatorischen Tätigkeiten als sportlicher Leiter konzentrieren und „an der Seite von Torsten Lange noch einiges lernen“, was die Aufgabe als Trainer angeht, wie er selbst festhielt.

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Lernen konnte auch die Mannschaft, nämlich was der Trainer von ihr fordert. Durch die Corona-bedingte achtmonatige Pause hatten Trainer und Spieler genug Zeit, sich gegenseitig kennenzulernen und aufeinander einzustellen. „Die Mannschaft versteht immer mehr, wie der Trainer spielen lassen will“, hatte Stockmann, der als Co-Trainer weiter im Trainerteam aktiv ist, bereits nach dem furiosen 7:4-Halbfinalsieg gegen Union Schönebeck im Sparkassen-Cup beobachtet. Überhaupt hatte das Vorbereitungsturnier des KFV Salzland gezeigt, wie weit die Mannschaft nach der kurzen Zeit mit dem neuen Übungsleiter bereits ist. „Der Trainer kommt gut an in der Mannschaft“, hat Stockmann festgestellt.

Und das, obwohl Lange vor allem Defensiv einiges von seinen Spielern fordert. Umso zufriedener war das Trainerteam, dass die Mannschaft diesen hohen Ansprüchen bis zum Halbfinale im Sparkassen-Cup mehr als Gerecht wurde und die Null gestanden hatte. Gegen Union Schönebeck war es dann Zeit für die Offensivabteilung der Bodestädter, sich auszuzeichnen. Diese war in der vergangenen Spielzeit zuweilen die Schwachstelle im Staßfurter Spiel. Gerade bei Duellen mit Gegnern auf Augenhöhe hatte die fehlende Durchschlagskraft mehr als einmal den Unterschied zu Ungunsten der 09er ausgemacht. Doch mit Tim Gadkowsky hat der SV 09 sich auf dieser Position noch einmal verstärkt. Der 26-jährige bisherige Angreifer von Rot-Weiß Alsleben hat in der Vorbereitung einen sehr torgefährlichen Eindruck hinterlassen. Gemeinsam mit den weiteren jungen und erfahrenen Alternativen im 09-Angriff soll er künftig auch in der Landesliga Mitte für Torgefahr sorgen.

Mit etlichen jungen Spielern und vor allem einem breiten Kader geht der SV 09 Staßfurt in die Saison 2021/2022. Das Team will in der Staffel „Mitte“ der Fußball-Landesliga eine gute Rolle spielen. Foto: Verein
Mit etlichen jungen Spielern und vor allem einem breiten Kader geht der SV 09 Staßfurt in die Saison 2021/2022. Das Team will in der Staffel „Mitte“ der Fußball-Landesliga eine gute Rolle spielen. Foto: Verein

Und auch der zweite externe Neuzugang, Sebastian Lobodasch (Bad Frankenhausen), wusste zu überzeugen. „Die Neuzugänge haben sich gut eingelebt und sind bereits voll in der Mannschaft integriert“, lobt Stockmann, der damit auch die vier in den Kader der Männermannschaft aufgerückten A-Junioren meint. Mit Robert Lampe, Lucas Gruhn, Max Neumann und Jan Moritz Michael erhalten die nächsten im Verein ausgebildeten Spieler eine Chance in der Landesliga. Diesen Weg, auf junge und aus der Region stammende Spieler zu setzen, geht der Verein bereits seit einigen Jahren.

Und er gehört auch zur Philosophie von Neu-Trainer Torsten Lange. „Je mehr Spieler aus dem eigenen Nachwuchs in der ersten Mannschaft aktiv sind, umso größer ist natürlich auch die Identifikation der Fans mit dem Verein“, erklärt er. Und so könnte sich die ungewöhnlich lange Vorbereitungsphase als Vorteil für den SV 09 Staßfurt herausstellen. Die Findungsphase scheint der Verein bereits vor dem Saisonstart abgeschlossen zu haben – mit Erfolg. „Nach der intensiven Vorbereitung waren die Spieler platt, aber das war ein Stück weit auch unser Ziel. Zum Ende der Testspiele waren wir da, wo wir hinwollten“, so Co-Trainer Stockmann. Jetzt müssen nur – anders als zum Start der Saison im Vorjahr – auch die Ergebnisse stimmen.

Dieses Vorhaben setzte die Mannschaft in den ersten beiden Partien der Landesliga erfolgreich um. Dabei hatten auch die angesprochenen Youngster teilweise schon großen Anteil an den Heimsiegen gegen den FSV Grün-Weiß Ilsenburg (1:0) und den TSV Niederndodeleben (2:1). So kann es aus Staßfurter Sicht gern weitergehen. (TZS/MJC)

Kader

Zugänge: Sebastian Lobodasch (Bad Frankenhausen)
Weggänge: Tim Witte (SV Wolmirsleben), Tim Kaufmann (VfB Ottersleben II)

Aufgebot:

Tor: Marco Janich, Jan Moritz Michael, Dave Nöpel
Abwehr: Lucas Gruhn, Toni Härtge, Tom Krüger, Maximilian Moye, Mathias Nagel, Steven Stachowski, Patrick Stockmann
Mittelfeld: Dustin Abresche, Tom Bauermeister, Marc Burdack, Evgeni Denisenko, Chris Matthias Horstmann, Bastian Jesse, Felix Jesse, Markus Kasties, Robert Lampe, Matthias Lieder, Sven Limpächer, Sebastian Lobodasch, Max Neumann, Nick Pumptow, Marcel Pusch, Nick Unger
Angriff: Tim Gadkowsky, Eric Güttel, Hendrik Kluge, Amon van Linthout
Trainer: Torsten Lange (34 Jahre), Patrick Stockmann (Sportlicher Leiter, Co-Trainer), Thomas Stümpel (Torwart-Trainer), Jacqueline Dannat (Masseurin), Heiko Dannat (Physiotherapeut), Alexander Dawils (Sportdirektor)