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So geht nachhaltiges Bauen

Clever Bauen & schöner Wohnen

Natürliche Baustoffe wie Holz schonen das Klima FOTO: BAUSPARKASSE SCHWÄBISCH HALL

30.03.2021

ÖKOLOGISCHE BAUSTOFFE können das Klima mit schützen

Nachhaltigkeit spielt beim Bauen eine immer größere Rolle. Woran Bauherren und Sanierer umweltfreundliche Materialien erkennen und warum sich klimaneutrales Bauen langfristig lohnt, erklärt Modernisierungsberater Thomas Billmann.

Ökologische Baustoffe schonen die Umwelt und verbessern die CO2-Bilanz, denn sie bestehen aus natürlichen Rohstoffen und sind dadurch leichter zu recyceln. Außerdem haben sie bei der Herstellung oft einen niedrigeren Energieverbrauch als nicht natürliche Materialien. „Wer beim Hausbau so klimaneutral wie möglich bauen will, darf also nicht nur das Material isoliert betrachten, sondern muss den gesamten Kreislauf von Produktion bis Abbau einbeziehen“, weiß Schwäbisch Hall-Experte Thomas Billmann.

Diese nachhaltigen Materialien zahlen auf den Klimaschutz ein

Holz: Es gilt derzeit als wichtiger Baustoff der Zukunft, hat hervorragende Dämmeigenschaften, ist vielseitig einsetzbar und zählt zu den nachwachsenden Rohstoffen. Außerdem bindet Holz CO2. Wie nachhaltig Holz als natürlicher Baustoff ist, hängt auch davon ab, aus welchem Land und Anbau das Holz stammt und wie es verarbeitet wurde.

Lehm: Er sorgt für ein angenehmes Raumklima und bindet Schadstoffe – und ist als ökologischer Baustoff vollständig wiederverwertbar. Nachteil: Die Trockenzeit von Lehm nach dem Verbauen beträgt bis zu zwei Wochen. In dieser Zeit müssen Lehmbauten komplett vor Niederschlägen geschützt werden. Kork: Er kann für Dach, Decken und Wände in Form von Korkdämmplatten verwendet werden sowie als Füllmaterial für Deckenhohlräume. Der Vorteil: Kork muss nicht zusätzlich behandelt werden und schützt damit auch die Gesundheit der Bewohner. Nachteil: Das Material ist aus deutscher Sicht kein heimischer Rohstoff und hat dadurch lange Transportwege.

Weitere Naturstoffe für die Hausdämmung

Gerade im Bereich der Dämmung gibt es inzwischen viele ökologische Alternativen zu den klassischen Polystyrolplatten, die sich bereits heute als großes Entsorgungsproblem entpuppen: Hanf, Schafwolle, Flachs und Stroh sind umweltfreundliche Alternativen. Und: Sie sind fast unbegrenzt verfügbar und haben einen geringen Energieaufwand bei der Herstellung. So benötigen Flachsfaserplatten bei der Herstellung 15-mal weniger Energie als konventionelle Dämmplatten. Sie kosten allerdings auch deutlich mehr.

Umweltsiegel helfen bei der Materialauswahl

Doch wie können Bauherren den Überblick über die möglichen Alternativen behalten?

„Es gibt zahlreiche Ökosiegel, die sehr unterschiedlich strenge Richtlinien vorgeben“, weiß Billmann. Das Umweltsiegel „Blauer Engel“ ist eines der ältesten und bekanntesten Umweltsiegel. Weitere seriöse Siegel sind Eco Institut, IBU und Nature Plus. Die Materialkosten dieser zertifizierten Baustoffe liegen immer noch über den Kosten für konventionelles Baumaterial. „Rund ein Fünftel mehr an Material- und Verarbeitungskosten müssen Bauherren einplanen. Ein Teil dieser Mehrkosten kann aber durch staatliche Förderprogramme wieder eingespart werden“, so der Schwäbisch Hall-Experte.

Quelle: Bausparkasse Schwäbisch Hall


Auf den Keller nicht verzichten

FINANZEN: Ein Keller steigert den Wert des Eigenheims

Ein moderner Kellerlässt sich vielfältig nutzen. FOTO: BETONBILD/TXN
Ein moderner Kellerlässt sich vielfältig nutzen. FOTO: BETONBILD/TXN

Der ein Haus baut, muss vorab viele Entscheidungen treffen: Mehrgeschossiger Bau oder Bungalow? Fliesen, Parkettboden oder Laminat? Echter Schornstein oder nur eine Abgasleitung? Dabei lohnt es sich, möglichst langfristig zu denken und nicht nur die Senkung der Baukosten im Blick zu haben. Denn was heute bei der Planung nicht berücksichtigt wird, lässt sich später entweder nicht oder nur mit großem Aufwand korrigieren. Bestes Beispiel ist der Keller. Umfragen zeigen immer wieder, dass Baufamilien, die heute auf das Souterrain verzichten, die Entscheidung irgendwann bereuen. Denn Wohnraum wird immer gefragter. Ob das Büro nach Hause verlagert wird, das neue Hobby mehr Platz beansprucht oder aus dem Wunschkind plötzlich Zwillinge werden: Steht das Eigenheim erst, wird zusätzlicher Stau- oder Wohnraum richtig teuer. Daher sind Baufamilien, die einen Keller von Beginn an mit einplanen, auf der sicheren Seite. Das Untergeschoss besteht idealerweise aus robustem, langlebigem Beton. Denn Betonkeller haben sich als besonders trocken, gut isoliert und angenehm klimatisiert erwiesen. Auch lassen sie sich optimal gegen drückendes Grundwasser abdichten. Und da Beton über eine sehr hohe Tragfähigkeit verfügt, halten sogar schlanke Wände jeder Belastung stand. Beim Thema individueller Raumaufteilung sind der Gestaltungsfreiheit daher kaum Grenzen gesetzt. Zusätzliches Plus: Der massive Baustoff weist hervorragende Schalldämmwerte auf. So kann etwa der Nachwuchs im Untergeschoss Schlagzeug üben, während Oma ein Stockwerk höher nicht bei ihrem Mittagsschlaf gestört wird. Fazit: Die Entscheidung für einen Keller ist zugleich eine Investition in die Zukunft. Unterkellerte Gebäude sind gut vor Bodenfeuchte und Frost geschützt und lassen sich auch leichter vermieten oder verkaufen. Und sollten die Räume nicht mehr selbst genutzt werden, ist der Ausbau zu einer Einliegerwohnung möglich, was zur langfristigen Wertsteigerung der Immobilie beiträgt. Weitere Informationen gibt es unter www.beton.org. (txn)