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Sonderveröffentlichung

Kliniken 2020
So wird man Warzen los: Von Dorn bis Mosaik

28.09.2020
Warzen sind unschön und lästig, aber ungefährlich.Foto: AOK Mediendienst
Warzen sind unschön und lästig, aber ungefährlich.
Foto: AOK Mediendienst

Tägliche Übungen und Querdenkereien schaffen neue Synapsen

Warzen sind unschön und lästig. Aber zum Glück sind sie meistens ungefährlich und verschwinden in der Regel von selbst wieder. Dr. Julian Bleek, Arzt im AOK-Bundesverband, erklärt, wie Warzen entstehen, wie man sie wieder los wird und von neuen verschont bleibt. Warzen sind gutartige Hautwucherungen, die durch Viren ausgelöst werden, die sogenannten Humanen Papillomviren (HPV). Übertragen werden die Viren vor allem über direkten Hautkontakt. Eine Verbreitung kann aber auch indirekt über abgeschuppte Hautpartikel von Warzenträgern erfolgen.

Wo holt man sich Warzenviren?

Je feuchter und aufgeweichter die Haut ist, desto leichter können Viren eindringen. Gemeinschaftsduschen und Umkleidekabinen in Schwimmbädern oder Turnhallen sind deshalb die Orte schlechthin, um sich mit Warzen zu infizieren. Durch direkten Hautkontakt übertragen sich die Viren genauso wie beim Teilen von Handtüchern mit Menschen, die Warzen haben.

Durch kleinste Verletzungen oder feine Risse dringen die Viren in die Haut ein und regen dort die Zellen an, sich zu vermehren. Hier bildet sich jetzt eine dickere Hornhaut. Das ist das, was wir als Warze wahrnehmen.

Von den Humanen Papillomviren gibt es über 100 verschiedene Typen. Daher gibt es sehr viele unterschiedlich aussehende Warzen, von denen die allermeisten keine Beschwerden machen. Einige Beispiele für typische Warzen:

✔ Gewöhnliche Warzen (vulgäre Warzen) können so groß werden wie eine Erbse. Sie kommen besonders oft am Handrücken sowie an den Fingern, Nagelrändern oder Füßen vor. Weil sie verhornen, werden sie rau und schuppig.

✔ Dornwarzen kommen an Fußsohlen und Fersen vor. Durch das Körpergewicht werden sie nach innen gedrückt, was beim Stehen und Laufen zu Schmerzen führen kann.

✔ Mosaikwarzen sind etwa so groß wie ein Stecknadelkopf und sitzen meist an den Fußballen oder unter den Zehen. Weil sie flach sind, verursachen sie beim Gehen in der Regel keine Beschwerden.

✔ Pinselwarzen sehen stachelig aus. Sie kommen oft im Gesicht vor.

✔ Flachwarzen sind oft nur wenige Millimeter groß, leicht erhöht und bräunlich. Gesicht, Hände und Unterarme sind häufig betroffen.

Wie wird man die Wucherungen wieder los?

Warzen sind harmlos und verschwinden in der Regel von selbst wieder. Je nach Warzentyp und Gesundheitszustand des Betroffenen kann das einige Wochen bis Monate dauern. In Studien waren bei etwa der Hälfte betroffener Kinder die Warzen binnen eines Jahres wieder verschwunden. Eigentlich ist es deshalb nicht nötig, Warzen zu behandeln.

Wer es trotzdem tun möchte, kann das mit frei verkäuflichen Salicylsäure-Lösungen machen oder lässt sich die Warze beim Hautarzt entfernen. Das geschieht z.B. durch Vereisung mit flüssigem Stickstoff.

Hygiene ist das A und O- vor allem auch an Orten, die als Warzenübertragungsstätten bekannt sind. Sinnvoll ist es, in Schwimmbädern und Gemeinschaftsduschen nicht barfuß zu laufen, sondern Badeschlappen zu benutzen. Auch sollte man Gegenstände wie Handtücher und Badelatschen nicht mit anderen teilen. Wer schon Warzen hat, sollte nicht an ihnen kratzen, damit sich die Viren nicht weiter ausbreiten können. Auch sorgfältiges Abtrocknen der Füße sowie das tägliche Wechseln der Socken kann helfen, eine Ausbreitung der Warzen zu verhindern. (ams)

Expretentipp: Zukunft gestalten. JETZT.

Norman Schaaf, Vorstandsvorsitzender VKLK. Foto: VKLK-Norman Schaaf, Vorstandsvorsitzender VKLK. Foto: VKLK
Norman Schaaf, Vorstandsvorsitzender VKLK. Foto: VKLK-Norman Schaaf, Vorstandsvorsitzender VKLK. Foto: VKLK
Verband der kommunalen und landeseigenen Krankenhäuser Sachsen-Anhalts e.V.

Kommunale Kliniken in Sachsen-Anhalt repräsentieren eine tragende Säule der Gesundheitsversorgung. Jährlich knapp eine Million Patienten werden in diesen Einrichtungen, zu denen auch beide Universitätsklinika gehören, behandelt.

Der Verband der kommunalen und landeseigenen Krankenhäuser Sachsen-Anhalts e.V. (VKLK) vertritt ihre Interessen: „Uns geht es um eine qualitative, wohnortnahe Gesundheitsversorgung. Damit sie zukunftsfähig bleibt, müssen jetzt die Weichen für die Strukturen der nächsten Jahre gestellt werden. Medizin findet regional statt. Deshalb brauchen wir auf die Regionen zugeschnittene Projekte zur abgestimmten Erbringung ambulanter und stationärer Leistungen und mit einer dazu passenden regionalen Vergütungsstruktur. Die Planung, Gestaltung und Begleitung dieses Strukturwandels sollte eine Kommission mit Beteiligten und Experten übernehmen“, nennt Norman Schaaf das Ziel. Der VKLK-Vorstandsvorsitzende weiß um die Herausforderungen. Angesichts der Corona-Pandemie wurden die Vorteile des dichten Klinik-Versorgungsnetzes inklusive der flächendeckend vorhandenen Intensivbetten-Kapazitäten sichtbar. „Ein Rettungsschirm hilft, aber die Krankenhäuser brauchen eine stabile Perspektive. Daseinsvorsorge ist Aufgabe der Kommunen. Wir sind gern bereit, ein Motor des Strukturwandels im Gesundheitssystem zu sein“, bietet Norman Schaaf an und appelliert: „Die Kliniklandschaft lebt vom gesunden Mix aus frei gemeinnützigen, öffentlichen und privaten Trägern. Unter Mühen versuchen wir kommunalen und landeseigenen Häuser, alle medizinischen Leistungsbereiche für die Bevölkerung vorzuhalten. Dazu brauchen wir aber die intensive Unterstützung der Gesundheitspolitik im Land.“
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