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Ungewartete Heizkessel verfeuern Geld

Clever Bauen & schöner Wohnen

FOTO: RONSTIK/STOCK.ADOBE.COM/VERBRAUCHERZENTRALE BUNDESVERBAND E.V./AKZ-O

28.03.2021

Heizungswartung: Inspektion nicht nur fürs Auto

Der jährliche Kundendienst für den eigenen PKW ist für die meisten selbstverständlich. Schließlich soll das Fahrzeug sicher und technisch einwandfrei laufen und nicht mehr Sprit verbrauchen als nötig. Die Wartung der eigenen Heizungsanlage ist genauso wichtig. „Die jährliche Wartung verlängert die Lebensdauer der Heizungsanlage und hilft, Umweltbelastung und Betriebskosten zu senken. Außerdem gehört sie laut Gebäudeenergiegesetz zu den Pflichten des Betreibers“, sagt Martin Brandis, Energieexperte der Energieberatung der Verbraucherzentrale. Eine professionelle Wartung umfasst zum Beispiel die Kontrolle der Verschleißteile und Sicherheitsfunktionen, die Reinigung bestimmter Bauteile sowie die Überprüfung von regeltechnischen Funktionen und Systemkomponenten.

Nicht selten wird erheblich mehr Brennstoff verbraucht, wenn Fehler bei der Heizungsregelung unbemerkt bleiben oder Heizflächen im Kessel nicht gereinigt werden. Durch die Wartung erhöht sich auch die Lebensdauer des Heizkessels und das Ausfallrisiko wird kleiner. Ein gut gewarteter Heizkessel kann viele Jahre im Einsatz sein. Da die Technik aber immer wieder energieeffizientere Modelle auf den Markt bringt, lohnt es sich zu prüfen, ob ein vorzeitiger Austausch des Heizkessels sinnvoll ist.

Energieberater helfen

Die regelmäßige Inspektion muss von einem Betrieb oder einer Person mit Fachkunde durchgeführt werden. Über die durchgeführten Arbeiten und Ergebnisse sollte ein Protokoll angefertigt werden.

Bei den Fragen, was bei der Wartung und Optimierung der eigenen Heizungsanlage getan wird, helfen die Energieberater der Verbraucherzentrale.


So geht umweltfreundliches Bauen und warum es sich lohnt

Umweltbewusst: Was ökologische Baustoffe können

FOTO: BAUSPARKASSE SCHWÄBISCH HALL
FOTO: BAUSPARKASSE SCHWÄBISCH HALL

Nachhaltigkeit spielt beim Bauen eine immer größere Rolle. Woran Bauherren und Sanierer umweltfreundliche Materialien erkennen und warum sich klimaneutrales Bauen langfristig lohnt, erklärt Modernisierungsberater Thomas Billmann.

Holz: Es gilt derzeit als wichtiger Baustoff der Zukunft, hat hervorragende Dämmeigenschaften, ist vielseitig einsetzbar und zählt zu den nachwachsenden Rohstoffen. Außerdem bindet Holz CO2. Wie nachhaltig Holz als natürlicher Baustoff ist, hängt auch davon ab, aus welchem Land und Anbau das Holz stammt und wie es verarbeitet wurde.

Lehm: Er sorgt für ein angenehmes Raumklima, bindet Schadstoffe – und ist als ökologischer Baustoff vollständig wiederverwertbar. Nachteil: Die Trockenzeit von Lehm nach dem Verbauen beträgt bis zu zwei Wochen. In dieser Zeit müssen Lehmbauten komplett vor Niederschlägen geschützt werden.

Kork: Er kann für Dach, Decken und Wände in Form von Korkdämmplatten verwendet werden sowie als Füllmaterial für Deckenhohlräume. Der Vorteil: Kork muss nicht zusätzlich behandelt werden und schützt damit auch die Gesundheit der Bewohner. Nachteil: Das Material ist aus deutscher Sicht kein heimischer Rohstoff und hat dadurch lange Transportwege.

Gerade im Bereich der Dämmung gibt es inzwischen viele ökologische Alternativen zu den klassischen Polystyrolplatten, die sich bereits heute als großes Entsorgungsproblem entpuppen: Hanf, Schafwolle, Flachs und Stroh sind umweltfreundliche Alternativen. Und: Sie sind fast unbegrenzt verfügbar und haben einen geringen Energieaufwand bei der Herstellung. So benötigen Flachsfaserplatten bei der Herstellung 15-mal weniger Energie als konventionelle Dämmplatten. Sie kosten allerdings auch deutlich mehr. „Es gibt zahlreiche Ökosiegel, die sehr unterschiedlich strenge Richtlinien vorgeben“, weiß Billmann. Das Umweltsiegel „Blauer Engel“ ist eines der ältesten und bekanntesten Umweltsiegel. Weitere seriöse Siegel sind Eco Institut, IBU und Nature Plus. Die Materialkosten dieser zertifizierten Baustoffe liegen immer noch über den Kosten für konventionelles Baumaterial. „Ein Teil dieser Mehrkosten kann aber durch staatliche Förderprogramme wieder eingespart werden“, so der Schwäbisch Hall-Experte. Quelle: Bausparkasse Schwäbisch Hall