Sonderveröffentlichung

Trauer
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Was im Trauerfall zu tun ist

Ratgeber im Trauerfall - Schönebeck, Staßfurt

Nach einem Todesfall müssen viele Formalitäten erledigt werden. Foto: stock.adobe.com

5.02.2021

 

Als Erstes sollten Sie eine Bestandsaufnahme aller laufenden Verträge und Versicherungen des Verstorbenen machen. Informieren Sie die Vertragspartner schriftlich zusammen mit einer Kopie der Sterbeurkunde über den Tod Ihres Angehörigen. Am dringendsten sind Versicherungen, von denen Leistungen ausstehen wie Lebens- oder Sterbegeldversicherung. Sie sollten innerhalb von 48 Stunden informiert werden. Sachversicherungen, Telefon- und Stromversorger sollten in der ersten Woche nach dem Tod kontaktiert werden.

Auch der Vermieter muss benachrichtigt werden. Falls gewünscht, können Haushaltsmitglieder oder ein Erbe die Wohnung übernehmen. Alternativ kann das Mietverhältnis mit einer Frist von drei Monaten gekündigt werden. Die Kündigung muss allerdings innerhalb eines Monats schriftlich beim Vermieter eingehen. War der Verstorbene Rentenbezieher, erhält der Partner die nächsten drei Monatszahlungen. Auf Antrag (innerhalb von 30 Tagen nach dem Tod) wird die Gesamtsumme auch als Vorschuss gewährt.

Wichtige Dokumente

■ Das müssen Sie raussuchen:

Ausweise und Urkunden: Personalausweis, Stammbuch, Geburtsurkunde und andere Personenstands-Urkunden müssen später bei verschiedenen Ämtern vorgelegt werden

Testament: Ist das Testament noch zu Hause, müssen Sie es zum Nachlassgericht bringen. Das ist das Amtsgericht am Wohnort des Verstorbenen

Das muss beantragt werden:

Totenschein: Muss vom Arzt oder von einer Klinik ausgestellt werden. Den Totenschein brauchen Sie, um die Sterbeurkunde zu beantragen.

Sterbeurkunde: Spätestens am dritten Werktag nach dem Todesfall muss die Sterbeurkunde beim Standesamt des Sterbeortes beantragt werden. Dafür werden Totenschein, Personalausweis und Geburtsurkunde (ggf. auch Heiratsurkunde, Scheidungsurteil oder Sterbeurkunde des bereits verstorbenen Ehepartners) benötigt. Auf Wunsch kümmert sich das Bestattungsinstitut darum. Tipp: Lassen Sie sich das Dokument in mehrfacher Ausfertigung ausstellen.

Erbschein: Hat der Verstorbene Ihnen keine Kontovollmacht hinterlassen, benötigen Sie in der Regel einen Erbschein, um auf die Konten zugreifen zu können. Diesen stellt das Amtsgericht am Wohnort des Verstorbenen aus. Aber: Ein Ausschlagen des Erbes ist danach nicht mehr möglich.